Weg 1: Selbst hinfahren und zurückfahren
Der naheliegende Weg, und bei kurzen Strecken meist der richtige. Sie reisen mit Bahn, Mitfahrgelegenheit oder als Beifahrer an, übernehmen das Fahrzeug und fahren es zurück. Das Kennzeichen des Verkäufers bleibt dran, bis Sie umgemeldet haben — vorausgesetzt, der Verkäufer meldet nicht vorher ab.
Der Haken liegt in der Zeitrechnung, die vorher selten aufgemacht wird: Zur reinen Rückfahrt kommt die Anreise, und beides zusammen frisst bei einer Fernstrecke einen ganzen Tag. Hamburg–München sind rund 780 Straßenkilometer und etwa siebeneinhalb Stunden Fahrzeit; die Anreise dauert kaum weniger.
Hinzu kommt ein praktischer Punkt: Sie sehen das Fahrzeug zum ersten Mal am Tag der Übergabe, mit gebuchter Anreise im Rücken. Wer in dieser Lage einen Mangel entdeckt, verhandelt schlechter als jemand, der ohne Zeitdruck absagen kann.
Wenn Sie diesen Weg wählen
Nehmen Sie sich vor der Abfahrt zwanzig Minuten für die Zustandsaufnahme. Fotos von allen vier Ecken, den Rädern, dem Innenraum und dem eingeschalteten Kilometerstand, dazu ein von beiden Seiten unterschriebenes Protokoll — das ist der einzige Beleg, den Sie später noch haben.