Was kostet eine KFZ-Überführung?

Ehrliche Antwort vorweg: Es gibt keinen Pauschalpreis. Die Kosten einer Überführung hängen von sechs Faktoren ab. Wer sie kennt, erkennt ein faires Angebot — und weiß, an welchen Stellen sich sparen lässt.

Preisfaktoren

Sechs Faktoren bestimmen den Preis.

01

Entfernung

Der wichtigste Faktor. Entscheidend ist nicht nur die Strecke zum Ziel, sondern auch die Anfahrt des Fahrers zum Abholort und seine Rückreise.

02

Verfahren

Eine Überführungsfahrt auf eigener Achse ist deutlich günstiger als der Transport auf einem Trailer, weil kein Transportfahrzeug gebunden wird.

03

Fahrzeugtyp

Ein Kleinwagen ist günstiger zu bewegen als ein Transporter oder ein Nutzfahrzeug. Bei Hochwert- und Sammlerfahrzeugen steigen die Anforderungen an Absicherung und Fahrer.

04

Termin und Dringlichkeit

Wer flexibel ist, fährt günstiger. Express- und Fixtermine binden Kapazität und lassen sich schlechter mit anderen Aufträgen bündeln.

05

Zulassung und Fahrbereitschaft

Nicht zugelassene oder nicht fahrbereite Fahrzeuge müssen transportiert werden — das schließt die günstigere Eigenfahrt aus.

06

Route und Erreichbarkeit

Ballungsräume mit guter Verkehrsanbindung sind günstiger als abgelegene Abhol- oder Zielorte, bei denen die An- und Rückreise ins Gewicht fällt.

Preis senken

Womit Sie günstiger fahren

  • +

    Zeitlich flexibel bleiben

    Ein Abholfenster von mehreren Tagen statt eines Fixtermins erlaubt es, den Auftrag mit anderen Fahrten auf derselben Route zu bündeln.

  • +

    Mehrere Fahrzeuge zusammen beauftragen

    Für Autohäuser und Flotten: Mehrere Fahrzeuge auf ähnlicher Route sind pro Fahrzeug deutlich günstiger als Einzelaufträge.

  • +

    Rückrouten nutzen

    Fahrzeuge, die entgegen der Hauptrichtung bewegt werden, lassen sich oft auf einer ohnehin anstehenden Rückfahrt mitnehmen.

  • +

    Fahrbereitschaft herstellen

    Wenn sich mit überschaubarem Aufwand Zulassung und Fahrbereitschaft herstellen lassen, entfällt der teurere Transport.

Vorsicht

Woran Sie unseriöse Angebote erkennen

  • !

    Pauschalpreis ohne Rückfragen

    Wer ohne Kenntnis von Fahrzeug, Zustand und Termin einen Preis nennt, kalkuliert nicht — er lockt. Nachforderungen folgen erfahrungsgemäß.

  • !

    Keine Zustandsdokumentation

    Ohne Foto-Protokoll bei Abholung und Übergabe ist im Schadensfall Aussage gegen Aussage. Das geht regelmäßig zulasten des Auftraggebers.

  • !

    Unklarer Versicherungsschutz

    Fragen Sie nach, welche Versicherung während der Überführung greift und in welcher Höhe. Eine ausweichende Antwort ist eine Antwort.

  • !

    Kein schriftlicher Auftrag

    Mündliche Zusagen zu Preis und Termin sind im Streitfall wertlos. Verbindliche Angebote gehören in Textform.

Unser Prinzip: Festpreis vor Auftrag.

Wir kalkulieren jede Überführung einzeln und nennen den Preis, bevor Sie beauftragen. Was wir nennen, gilt — es gibt keine Nachberechnung für Standzeiten, Kraftstoff oder Rückreise des Fahrers, sofern sich die Eckdaten des Auftrags nicht ändern.

Für ein belastbares Angebot brauchen wir vier Angaben: Abholadresse, Zieladresse, Fahrzeug (Modell und Zustand) und den Wunschtermin. Ob das Fahrzeug zugelassen und fahrbereit ist, entscheidet darüber, ob eine Überführungsfahrt möglich ist oder transportiert werden muss — das ist der größte einzelne Preisunterschied.